Walter:

Meine erste Eisenbahn bekam ich Weihnachten 1953. Eine Dampflok mit drei Güterwagen als Startpackung von Märklin. Auf diesem Grundstock habe ich mit der Modelleisenbahn angefangen. Jeden Geburtstag, Ostern und Weihnachten bekam ich etwas zur Eisenbahn. Zu Hause aufbauen ging aus Platzgründen nicht. Meine Großmutter, zu der ich zwischenzeitlich gezogen war erlaubte mir meine Bahn im Schlafzimmer auf zu bauen. Als meine Eltern ihr Eigenheim bezogen haben bekam ich dann ein Zimmer und Platz für meine Eisenbahn. Dort baute ich meine Modellbahn auf. Erst auf einer einfachen Platte, die ich selbst begrünen musste. Dann reicht mir das nicht mehr und ich baute Doppelstöckig. Von Promille bei Steigungen hatte ich noch nie etwas gehört. Wichtig war nur, dass die Lok mit ihren Hängern hoch und runter kam. Auch wenn das nur mit Anlauf klappte.
Das befriedigte aber alles nicht. Mit einem Freund bauten wir dann auf dem Dachboden seines Elternhauses eine große Eisenbahn auf. Das spielen ging solange gut bis dass Achim durch die Decke brach. Danach mussten wir abbauen.
Um meine Langeweile zu bekämpfen half ich zur Weihnachtszeit bei meinem Onkel im Spielwarengeschäft aus. Meine eigenen Loks habe ich früh schon selbst Instand gesetzt. Bei meinem Onkel half ich dann schon mal den Kunden schnell an der Verkaufstheke. Dadurch kam ich in den zweifelhaften Genuss auch regulär Modellbahnen reparieren zu dürfen. Im Geschäft meines Onkels baute ich an den "Weihnachtsanlagen" mit. Es gab dann eine Zeit, da fehlte ganz einfach die Lust und die Knete für die Modellbahn. 1972 fing ich dann wieder an. Mit einer Rundumanlage auf dem Speicher. Der war aber leider nicht isoliert. Also nach Weihnachten wieder abbauen.
Kleine Anlagen habe ich immer mal wieder gebaut. Aber so richtig erst wieder später.
Ich habe 1976 mit der Spur N angefangen. Nicht weil ich meine H0 ablegen wollte sondern weil mein Sohn mit meinen Loks Geschwindigkeitsrennen veranstaltet hat. Er bekam eine eigene Anlage in der Spurweite 9mm und ich ein neues Betätigungsfeld.
1980 sollten dann die Anlagen N/H0 in unserem Haus aufgebaut werden. Für die "N" haben wir uns einen Flaschenzug im Keller ausgedacht und eingebaut. Nur meinem Sohn war das zu schwer, sagte er jedenfalls und spielte mit dem Computer. Dann habe ich eine Klappanlage im Keller gebaut die nur hochgestellt wurde wenn wir den Platz brauchten. Auch das war ihm nicht Recht, also habe ich Spur N eingemottet und 1996 wieder Hervorgeholt. Schuld war dieses mal der Gedanke mit Anderen gemeinsam zu bauen.
1994 ging ich in einen Verein, wurde Mitglied und lernte einige Modelleisenbahner kennen. Dazu gehörte auch Jürgen.
Jürgen hatte zu Hause H0m, ich H0 Gleich- und Wechselstrom. Aus dem Verein waren wir beide zwischenzeitlich ausgetreten. Wir kamen beide aus Augustin. Da lag es nahe sich auch so mal zu treffen. Dienstags bei einem Bier, so die Idee. Da wurde geredet, diskutiert und entworfen. Die Frage war kann man etwas zusammen aufbauen? Da war kein Zusammen kommen.
Aber N; das hatten wir Beide. Damit fing alles an. Und Geht nicht gibt´s nicht. Der Spruch gilt auch heute noch.
Die ersten Teile waren zwar richtig geplant aber falsch ausgeführt und aus der geplanten gemeinsamen Modulanlage wurde eine Segmentanlage mit der der Einzelne nichts anfangen konnte. Dann war da der Platz. Wir wollten diese Sgmentanlage auch mal komplett aufbauen und befahren. Wir suchten nach einem Spur N Verein. In Troisdorf wurden wir fündig. Dieser Verein war früher ein Spur Z-Verein und hatte sich, warum auch immer, auf N umgestellt. Iin dem Verein, dem wir uns angeschlossen hatten war unsere Anlage nicht so richtig passend.
Nachdem wir mit Anderen den Verein verlassen hatten bauten wir eigene Module. Erst zusammen und dann jeder für sich. Geholfen und unterstützt wurde sich Gegenseitig und Gefahren wurde miteinander.
Mehr über mich/uns uns findet man in der Chronik
und die passenden Bilder in der Galerie.