Sankt Augustiner Modellbahner

Chronik: Teil 1 - der Beginn: (1993)1997


1993:
    Die beiden Gründer der St. Augustiner Modellbahner - "SAM" - trafen sich im Restaurant Ratsstuben St. Augustin auf ein Bier, fachsimpelten und unterhielten sich über ihre Ambitionen und Vorgehensweisen zur Modellbahn. Man war lange genug im "stillen Kämmerlein" alleine. Wir, Jürgen und Walter, wollten den Kontakt zu anderen Modellbahnern, wollten mit ihnen zusammen diskutieren, bauen und auf Ausstellungen gehen. Beide waren in einem H0-Verein mit unbefriedigendem Ergebnis.

    Bei dem Verein, in dem die Beiden bis 1995 waren, sollte neben der Clubanlage eine Segmentanlage in H0 nach einer Vorlage gebaut werden. Es sollte den Bahnbetrieb der 50er Jahre mit dem damaligen Bahnbetriebswerk der Aggertalbahn dargestellt werden.
Nach einiger Zeit waren die personellen Voraussetzungen im Verein nicht mehr gegeben. Die finanziellen Mittel für diesen Anlagenteil waren nie gut. Als Konsequenz wurde die Mitgliedschaft aufgegeben. So ganz ohne die Gemeinschaft von anderen Modellbahnern wollten sie aber auch nicht mehr sein. Damit waren die Treffen zum Informationsaustausch geboren.

     Am 2. Dienstag im Monat wurde sich nun in den Ratsstuben getroffen und über das weitere Vorgehen geredet. Da hieß es: was können wir wann und womit zusammen aufbauen.
Leicht, transportabel, variabel, vielfältig und überall Einsetzbar sollte das zu Bauende schon sein. Wir wollten selber etwas auf die Beine stellen und vielleicht auch einige Mitstreiter bzw. - bastler finden. Jürgen hatte H0e und Walter H0. Hörte sich zwar gut an, passte aber nicht zusammen, wollte man Heim- und gemeinsame Anlage austauschbar machen. Aus den Anfangszeiten der Spur N fanden wir noch Modellbahnreste. Material, das aus Schienen, Weichen, Häusern und natürlich aus Lokomotiven und Wagen bestand; allerdings alles "alter Kram", vielfach beschädigt und defekt was aber für die weitere Verwendung kein Hindernis darstellte. Zusammen war das reichlich Material. Damit müßte man doch...... richtig! So kam es auch.

     In der Garage von Jürgen wurden die ersten Pläne, 1:1 auf Packpapier, gezeichnet und die Kisten dazu gebaut. Leider wurde im Programmablauf übersehen, dass eigentlich Module (alle passen unter einander in jeder Richtung zusammen) gebaut werden sollten und nun Aufgrund der Gleisbilder sich eine Segmentanlage im Bau befand.
Als ein Segment nach dem anderen entstand, wurde der Platz knapp. Schliesslich war die gesamte Anlage noch nie komplett aufgebaut und die Betriebsfähigkeit getestet worden.

    Ende 1994 schlossen wir uns deshalb einem N-Bahn Verein an, der im Begriff stand sich in einem Keller einer Schule eine ansehnliche Anlage zu schaffen. Dort durften konnten wir unsere 7 Segmente, mit der Kantenlänge von je 1 Meter, an einer freien Wand aufstellen und im Verein mithelfen und -bauen. In den darauf folgenden Monaten integrierten wir unsere Anlage. Es fiel uns nicht leicht, die unter verschiedenen Absichten und Vorstellungen entstandenen Anlagen zu "verschweißen" .
Da die Vereinsanlage durch die Größe und Kompaktheit nicht transportabel war, wurde bei einer Sitzung beschlossen:

    Es sollten im Verein Module für Ausstellungen gebaut werden. Diese analoge Modulanlage sollte ohne große Vorschriften zur Gestaltung zu bauen sein, privat und im Verein. Dazu wurde lediglich die Größe der Modulkisten und der Schienenabstand festgelegt.
Ein paar Wochen später wurde plötzlich die Digitalisierung erörtert und "im kleinen Kreisn"auch beschlossen; man bekam die Bauteile zum digitalen Fahren ja schließlich nur überlassen wenn man sie auch einbaute.
Dabei wären auch die Segmente von uns umzubauen gewesen.
Dann wurde festgestellt dass, wollte man Module bauen, dafür zu wenig Platz da war. Alle so genannten "Fremdteile" sollten entfernt werden.

    Für uns war das ein Signal: nix wie weg hier! Wir waren uns aber einig: Unsere Treffen ausserhalb des Troisdorfer Vereines hatten ja nie aufgehört und wir konnten auch ohne Verein! Wir hatten schon einmal "nach H0" neu angefangen. Also wurden damit die St. Augustiner Modellbahner mit 9. September 1997 festgeschrieben.

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aktualisiert: 09-Jan-2012