1993:
Die beiden Gründer der St. Augustiner
Modellbahner - "SAM" - trafen sich im Restaurant Ratsstuben
St. Augustin auf ein Bier, fachsimpelten und unterhielten sich
über ihre Ambitionen und Vorgehensweisen zur Modellbahn.
Man war lange genug im "stillen Kämmerlein" alleine.
Wir, Jürgen und Walter, wollten den Kontakt zu anderen Modellbahnern,
wollten mit ihnen zusammen diskutieren, bauen und auf Ausstellungen
gehen. Beide waren in einem H0-Verein mit unbefriedigendem Ergebnis.
Bei
dem Verein, in dem die Beiden bis 1995 waren, sollte neben der
Clubanlage eine Segmentanlage in H0 nach einer Vorlage gebaut
werden. Es sollte den Bahnbetrieb der 50er Jahre mit dem damaligen
Bahnbetriebswerk der Aggertalbahn
dargestellt werden.
Nach einiger Zeit waren die personellen Voraussetzungen im Verein
nicht mehr gegeben. Die finanziellen Mittel für diesen Anlagenteil
waren nie gut. Als Konsequenz wurde die Mitgliedschaft aufgegeben.
So ganz ohne die Gemeinschaft von anderen Modellbahnern wollten
sie aber auch nicht mehr sein. Damit waren die Treffen zum Informationsaustausch
geboren.
Am 2. Dienstag im Monat wurde
sich nun in den Ratsstuben getroffen und über das weitere
Vorgehen geredet. Da hieß es: was können wir wann und
womit zusammen aufbauen.
Leicht, transportabel, variabel, vielfältig und überall
Einsetzbar sollte das zu Bauende schon sein. Wir wollten selber
etwas auf die Beine stellen und vielleicht auch einige Mitstreiter
bzw. - bastler finden. Jürgen hatte H0e und Walter H0. Hörte
sich zwar gut an, passte aber nicht zusammen, wollte man Heim-
und gemeinsame Anlage austauschbar machen. Aus den Anfangszeiten
der Spur N fanden wir noch Modellbahnreste. Material, das aus
Schienen, Weichen, Häusern und natürlich aus Lokomotiven
und Wagen bestand; allerdings alles "alter Kram", vielfach
beschädigt und defekt was aber für die weitere Verwendung
kein Hindernis darstellte. Zusammen war das reichlich Material.
Damit müßte man doch...... richtig! So kam es auch.
In der Garage von Jürgen wurden die ersten
Pläne, 1:1 auf Packpapier, gezeichnet und die Kisten dazu
gebaut. Leider wurde im Programmablauf übersehen, dass eigentlich
Module (alle passen unter einander in jeder Richtung zusammen)
gebaut werden sollten und nun Aufgrund der Gleisbilder sich eine
Segmentanlage im Bau befand.
Als ein Segment nach dem anderen entstand, wurde der Platz knapp.
Schliesslich war die gesamte Anlage noch nie komplett aufgebaut
und die Betriebsfähigkeit getestet worden.
Ende
1994 schlossen wir uns deshalb einem N-Bahn Verein an, der im
Begriff stand sich in einem Keller einer Schule eine ansehnliche
Anlage zu schaffen. Dort durften konnten wir unsere 7 Segmente,
mit der Kantenlänge von je 1 Meter, an einer freien Wand
aufstellen und im Verein mithelfen und -bauen. In den darauf folgenden
Monaten integrierten wir unsere Anlage. Es fiel uns nicht leicht,
die unter verschiedenen Absichten und Vorstellungen entstandenen
Anlagen zu "verschweißen" .
Da die Vereinsanlage durch die Größe und Kompaktheit
nicht transportabel war, wurde bei einer Sitzung beschlossen:
Es sollten im Verein Module für Ausstellungen
gebaut werden. Diese analoge Modulanlage sollte ohne große
Vorschriften zur Gestaltung zu bauen sein, privat und im Verein.
Dazu wurde lediglich die Größe der Modulkisten und
der Schienenabstand festgelegt.
Ein paar Wochen später wurde plötzlich die Digitalisierung
erörtert und "im kleinen Kreisn"auch beschlossen;
man bekam die Bauteile zum digitalen Fahren ja schließlich
nur überlassen wenn man sie auch einbaute.
Dabei wären auch die Segmente von uns umzubauen gewesen.
Dann wurde festgestellt dass, wollte man Module bauen, dafür
zu wenig Platz da war. Alle so genannten "Fremdteile"
sollten entfernt werden.
Für uns war das ein Signal: nix wie
weg hier! Wir waren uns aber einig: Unsere Treffen ausserhalb
des Troisdorfer Vereines hatten ja nie aufgehört und wir
konnten auch ohne Verein! Wir hatten schon einmal "nach H0"
neu angefangen. Also wurden damit die St. Augustiner Modellbahner
mit 9. September 1997 festgeschrieben.